Laubenbaustelle, Tag 2

Auch heute gab’s wieder reichlich Anstrengungen, aus einem ziemlich großen Haufen Holz etwas zu generieren, das Ähnlichkeit mit einer Gartenlaube hat. Wir sind Lichtjahre vom Vollzug dessen entfernt, aber immerhin gibt’s Fortschritte bei der Konstruktion des Fußbodens.

Am Längsten dauert es eindeutig, das ganze Zeug vor dem Zusammenbau anzupinseln und wenigstens ein bisschen trocknen zu lassen. Da wir aber die Nuten und Federn der Hölzer auf jeden Fall mit lasieren wollen geht’s nicht anders. Was mir auf alle Fälle mehr als genug Zeit verschafft, entsetzt guckende Bananenkartons zu fotografieren:

Und sonstigen Kram. Und Gemüse.

Gartenlaubenkram

Weg isse, die Gartenlaube in Bottrop. Nach 25 oder so Jahren hatte es das Holz an diversen Stellen hinter sich, und das ist okay so. Du warst ne gute Laube.

Dass das kein Dauerzustand ist, versteht sich doch wohl von selbst. Also hat Dieter schon vor geraumer Zeit Fakten geschaffen und was geordert, das heute morgen geliefert wurde:

Das wird von der Größe her genau das, was wir bis jetzt auch hatten, aber eine Nummer stabiler: Die Wände sind aus 70 Millimeter starkem Material, das ist schon mal was. Selbstverständlich war Dieter heute morgen noch der Meinung, das Ding steht ruck-zuck, aber ich glaube, er ist schon ein bisschen zurückgerudert. Ich sage: Anderthalb, zwei Wochen. Das wird ne Menge Arbeit.

Und außerdem war heute viel mehr Sommer, als es in der Bedienungsanleitung für den Tag eigentlich drin stand. Was der Blumenwiese gut zu Gesicht stand, die sich ohnehin ganz erfreulich entwickelt:

Und da steht im Moment auch die immer noch nicht ganz fertige Bienenkiste: Das Dach braucht noch ein bisschen Folie als Wetterschutz, außerdem ist das Interieur noch nicht komplett (oder besser: nicht vorhanden). Kommt. Echt gezz.

Beim Gemüse gibt’s noch nicht viel zum Angeben: Die Tomaten habe ich erst Mitte letzter Woche eingebuddelt, die sind noch dabei, sich zu akklimatisieren:

Aber irgendwie wird’s alles werden. Tut’s ja immer irgendwie.

Das war ein anstrengender Tag. Eigentlich hab ich zwar kaum was getan, aber ich war intensiv damit beschäftigt, alles besser zu wissen und kleinere Katastrophen zu verhindern. Morgen geht’s weiter.

Zu Höherem berufen

Ich weiß, ich weiß – das ist noch nicht perfekt. Aber für die Bewerbung zumindest um eine Landesgartenschau sollte das doch wohl reichen, oder?

Urwald

Kurzer Zwischenstand von der besten Fensterbank von allen. Eine Woche vor dem Umzug ins Beet kannste dem Gemüsezeugs beim Wachsen zugucken. Wir sind zufrieden.

Regen

Richtig, so war das, wenn Nasses von oben kommt. Danke für den Reminder. Wenn’s auch kein üppiger ist.

Vom Tage

Erst mal zu dem hier. Der fantastische Blauregen, der auch in diesem Jahr wieder nicht enttäuscht. Im Moment sehe ich ihn halt eher selten, Kurzarbeit und Home Office und so.

Die Tomaten wuchern. Ich bin immer wieder erstaunt, mit wie wenig man Black Cherry anzüchten kann und dass sie einem das viel zu späte Umtopfen nicht verübeln.

Natürlich hab‘ ich vieeel zuviele davon. Die acht da oben sind gerade noch in „Verschenktöpfe“ umgezogen, die brauchen auch noch ein neues Zuhause. Und mindestens zwanzig andere auch.

In den beiden Kunststoffkisten auf der Terrasse regt sich auch Leben. Genau in der richtigen Größe, um ein bisschen mit ner Makrooptik rumzuspielen:

Jo. läuft soweit mittn Gemüse.

Selbstbefriedigung

Kaum kümmerste dich mal ein halbes Jahr lang nicht um die Tomatenkübel aus der letzten Saison, schon sieht’s so aus:

Das bleibt jetzt erst mal so. Ist nämlich erheblich besser als nix. Zumindest solange, bis das diesjährige Gemüse da einziehen will. Also nach den Eisheiligen oder so.

CR13

Darf ich vorstellen? Das ist CR13:

CR13 heißt so, weil es die 13. Chilipflanze der Sorte „Carolina Reaper“ ist, der ich Phase zwei ihrer Existenz zugestanden habe.

Will sagen: die aus dem winzig kleinen Anzuchttöpchen, dass sie sich mit drei Artgenossen teilen musste, in ein deutlich größeres, eigenes Zimmer umziehen durfte. Eigentlich hatte ich nur Platz für zwölf Carolina Reaper und habe entsprechend die kräftigsten zum Großziehen herausgesucht.

Die hier aber, die konnte ich irgendwie nicht dem Kompost überantworten. Sie ist nicht so viel kleiner als die anderen und außerdem… keine Ahnung. Ich hatte das Gefühl, sie ist was Besonderes. Deshalb durfte sie weiterleben, wenn auch abseits ihrer Kollegen.

CR13 wohnt aktuell bei mir im Wohnzimmer, auf der Linken Lautsprecherbox neben meinem Fernseher. Da kriegt sie noch ganz gut Licht von der Kuppel in der Decke ab und nachts hat sie’s angenehm temperiert. Tagsüber darf sie schon stundenweise in die Sonne, aber nicht zuviel – Chilis wollen ja sanft an Wind und Wetter gewöhnt werden.

CR13 soll, wenn sie ein bisschen größer geworden ist, umziehen. Wohin weiß ich noch nicht. Ich muss noch ein neues Zuhause für sie finden. Vielleicht stell‘ ich sie mal mit einem „Bewerbungsschreiben“ dran in den Hof und ein Nachbar hat Lust, sie zu adoptieren.

Ich werde berichten.

Trotz Allem

Ich weiß gerade nicht, was sich sagen soll. Bedeutungsvolles ist eh gerade nicht. Ich hab aber schönwetterbedingt ein paar Stündchen Sonne im Garten genossen und die wintergebleichte Haut mit der ersten Dosis UV versorgt. Immerhin.